Beschreibung
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Gegenstand der zu vergebenden Leistung sind Ingenieurleistungen gem. § 53 ff. HOAI für die LPH 2 bis LPH 3 sowie LPH 5-9 in einem oder mehreren weiteren Beauftragungsschritten für die AG 4, 5 und 6. Die Planung der Maßnahmen des Rückbaus sind Teil der zu vergebenden Leistung. Die vss. anrechenbaren Kosten für die vorgenannten AG liegen nach einer ersten Kosteneinschätzung bei ca. 0,9 Mio. € netto. Die veranschlagten Gesamtbaukosten (KG 200 bis 700) belaufen sich auf ca. 24,4 Mio. € netto. Das MPI für Molekulare Genetik in Berlin-Dahlem besteht aus vier miteinander verbundenen Türmen und Nebengebäuden (Tierhaus, Verwaltung, Werkstatt und Gästehaus). Der Turm III wurde 2013 errichtet, die Türme I und II sind in den letzten Jahren einer vollständigen Revitalisierung unterzogen worden. Es ist auch bei Turm IV eine komplette Entkernung und Neuinstallation geplant. Der zu sanierende Turm IV umfasst auf 4 Etagen (UG bis 2.OG) ca. 2.180 m² (NUF 1-6) bei einer Brutto-Grundfläche (BGF) von ca. 4.400 m² mit folgenden Nutzungen (ca.-Flächen): - 1.090 m² Laborflächen biolog. Standardlabore: S1 u. S2 - 1.000 m² Büro- u. Besprechungsräume - 60 m²Auxilliar- u. Lagerräume - 30 m² Serverräume Hinzu kommen 60 m² Flächen NUF 7, 850 m² Technikflächen und weiterhin Verkehrsflächen. Das Gebäude ist an die Infrastruktur des Campus (Stromversorgung, Datenleitungen, Zutrittskontrolle, BMA, Kälteversorgung, Druckluft, Abwasser, Regenwasser, etc.) angeschlossen. Im Turm IV befindet sich der Anschluss an das öffentliche Stromnetz (MS-Anlage) und die Trafoanlagen für die Türme III und IV sowie das Tierhaus. Diese Station bleibt auch während der Bauphase in Betrieb. Auf dem Dach des Turm IV befindet sich ein Netzersatzaggregat, das auf diese NSHV einspeist und auch während der Bauphase in Funktion bleiben muss. Die aufzubauende Gebäudeautomationsanlage muss alle Teilanlagen des Gebäudes steuern und regeln. Dies umfasst die Heizungsanlage, Lüftungsanlagen, Kälteverteilung und sonstige Systeme, wobei autarke Teilsysteme einzubinden sind. Meldungen aus den Bereichen Labor- und Elektrotechnik sind ebenfalls einzubinden. Der Standard BACnet-IP ist zwingend vorgegeben. Für die Gebäudeautomation ist ein physikalisch getrenntes Netzwerk aufzubauen. Die gesamte Gebäudeautomation des Turm IV ist in die Managementebene des Bestands einzubinden. Die Planung der Integration ist Teil der zu vergebenden Leistung. Die ersten Massenermittlungen gehen von ca. 800 physikalischen Datenpunkten aus. Sonstiges: Alle Interimsmaßnahmen, die notwendig sind, um den Betrieb in den angrenzenden Türmen und Gebäudeteilen während der Bauumsetzung aufrechtzuerhalten, sind mit einzuplanen. Die Max-Planck-Gesellschaft legt Wert darauf, dass die Bewerber profunde Kenntnisse im Bereich der Ausführung von vergleichbaren Forschungsgebäuden nachweisen können. Die Planung muss wirtschaftliche Gesichtspunkte einbeziehen. Die Bewerber erklären mit Abgabe des Teilnahmeantrages, dass sie in der Lage sind, die Leistungen innerhalb des angegeb. Zeitraumes erbringen können und über die hierfür notwendigen fachlichen und personellen Mittel verfügen. Gesamtlaufzeit: vss. 62 Monate (ohne LPH 9) Beginn: vss. 07/2025 (nach Zuschlagserteilung des VgV-Verfahrens) Ende: vss. 09/30 (Übergabe an Nutzer) Besonderer Hinweis betr. Bieterfragen aufgrund besonderer äußerer Ereignisse (z.B. Sars-COV-2 oder Ukraine Krieg): Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Angebotserstellung etwaige mögliche bzw. erkennbare Beeinträchtigungen, z.B. in Bezug auf die Verfügbarkeit von Materialien und Produkten, Arbeitskräften, eine evtl. verzögerte Beibringung von geforderten Nachweisen, Auswirkungen auf etwaige Nachunternehmer etc. Fragen, die in diesem Zusammenhang auftreten, bitten wir rechtzeitig vor Angebotsfrist über das Nachrichtensystem der eVergabe zu stellen.